BICS-Benutzer erhalten Gratissoftware, um täglich von Bord aus Wasserstände bzw. Schifffahrtsberichte mit Hilfe des BICS-Kommunikationsmoduls abzurufen.
Mit der Software des Berichtempfangsservices BOS (Berichten Ontvangst Service) holen Sie sich wertvolle Informationen an Bord.
Neben den (internationalen) Schifffahrtsberichten kann der Benutzer auch die Wasserstände einiger europäischer Stromgebiete erfragen. Für niederländische Schiffe ist dieser Service überall gratis, also auch im Ausland. Über eine 0800-Nummer wird der Kontakt mit dem BICS-Server hergestellt, der die Berichte abgespeichert hat.
Das BOS-System wurde durch eine Zusammenarbeit von zwei Dienststellen des niederländischen Amts für Wasserwirtschaft (Rijkswaterstaat) möglich gemacht. Das Informationszentrum Binnengewässer („Infocentrum Binnenwateren") des staatlichen Instituts für Abwasserreinigung RIZA sammelt und verbreitet die Berichte, die Direktion Zeeland stellt als Eigentümerin des BICS das Kommunikationsnetz zur Verfügung.
Die Auswahl der Berichte, die empfangen werden können, ist bislang noch begrenzt, doch wird der Berichtempfangsservice in Zukunft immer mehr Auskünfte nach Maß erteilen.
Bei der Anmeldung für das BICS geben Sie an, ob Sie den BOS-Service in Anspruch nehmen wollen oder nicht. Dabei können Sie angeben, welche Art von Wasserständen Sie empfangen möchten. Der Schiffsführer hat die Möglichkeit, sich lediglich für die Schifffahrtsberichte oder für die Wasserstände aus einem oder mehreren Stromgebieten oder auch für eine Kombination von Meldungen zu entscheiden. Der Berichtempfangsservice umfasst momentan vier Optionen: Schifffahrtsberichte sowie die Wasserstände der Stromgebiete einschließlich der Nebenflüsse von Rhein, Maas und Donau.
Sobald die Software für den Berichtempfangsservice auf dem Bordcomputer aktiviert ist, können - nach einem mit der Hotline vereinbarten Zeitraum - die ausgewählten Berichte automatisch oder mit einem Mausklick abgerufen werden.
Schiffe, die sich täglich elektronisch melden, müssen weiter nichts tun. Während der BICS-Meldung werden die BOS-Berichte direkt elektronisch heruntergeladen und auf der Festplatte abgespeichert.
Bei mehrtägigen Reisen wird empfohlen, die BOS-Berichte täglich manuell herunterzuladen. Dabei wird ganz einfach im BICS-Bildschirm die „Sync-link"-Schaltfläche (mit dem grünen Telefonsymbol) angeklickt und (im Ausland) das richtige Mobiltelefonnetz ausgewählt. Im BICS-Programm wird dies mit der Wahl des Landes angegeben, in dem das Schiff in diesem Moment fährt. Die Berichte werden dann heruntergeladen und automatisch an der richtigen Stelle im Computer abgespeichert. Auf diese Weise erfolgt der Abruf der BOS-Berichte auch dann, wenn keine BICS-Meldung vorliegt.
Benutzer, die es gewohnt sind, ihre BICS-Meldung geraume Zeit vor der Abfahrt bereitzustellen, werden ihre Vorgehensweise anpassen müssen, denn beim Anklicken der „Sync-link"-Schaltfläche wird automatisch auch die bereitgestellte BICS-Meldung verschickt.
Es wird daher empfohlen, BICS-Meldungen bei der Verwendung von BOS nicht zu lange im Voraus bereitzustellen.
BOS-Bildschirm
Mit Hilfe des BICS sind Wasserstände und Schifffahrtsberichte abrufbar, sobald sie eingegangen sind. Es erscheint dann ein spezieller BOS-Bildschirm, der Ähnlichkeit mit dem Windows-Explorer aufweist.
Die Informationen sind in logischer und übersichtlicher Weise nach Fahr- und Teilgebieten eingeteilt. Der Benutzer muss nicht einen ganzen Bericht nach für ihn wichtigen Informationen durchforsten, sondern öffnet ganz einfach einen Ordner mit Teilinformationen. Neue Berichte sind an einer gelben Flagge deutlich erkennbar. Alte Berichte kann man so lange aufbewahren, wie man will, um auf diese Weise ein Archiv aufzubauen. Es können auch Berichte markiert oder zusammengefügt werden, um sie auszudrucken, und es können Berichte oder ganze „Ordner" (im Grunde geografische Gebiete) gelöscht werden.
Im BOS-Benutzerhandbuch auf der BICS-CD finden Sie nähere Erläuterungen dazu.
Sobald der Berichtservice aktiviert ist, sollte jeden Tag Kontakt mit dem BICS-Server aufgenommen werden, um die Berichte abzurufen, und zwar auch dann, wenn das Schiff stillliegt. Werden die Berichte nicht abgerufen, häufen sie sich beim Server an Land an. Sobald das Schiff einloggt, müssen dann die Berichte von mehreren Tagen übermittelt werden.
Nach drei Wochen Urlaub kann dies - vor allem beim Einsatz eines Mobiltelefons - eine sehr umfangreiche, langwierige und somit teure Aktion sein.
Die BICS-Hotline bietet hier zwar Hilfestellung, aber besser ist es, dieses Problem ganz zu vermeiden. Wenn im Voraus bekannt ist, dass BOS-Berichte für einen längeren Zeitraum nicht abgerufen werden können, kann sich ein Schiffsführer für bestimmte Zeit bei der BICS-Hotline abmelden.
Die Versendung der BOS-Berichte wird dann vorübergehend ausgesetzt.
Wenn Sie ein anderes Berichtset erhalten möchten, können Sie dies der BICS-Hotline telefonisch mitteilen. Sie können aber auch das BOS-Änderungsformular ausfüllen, das Sie auf dieser Site finden.